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Via de la Plata      

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8.3. Sevilla

Stadtführung, 5 Stunden unterwegs, die wichtigsten Punkte. Die Stadt ist beeindruckend so auch die Kathedrale. 

Den Stempel für meinen Pilgerpass hab ich auch schon und morgen starte ich. 

9.3. 1. Tag am Camino

Ich bin um 7 Uhr gestartet und da weit und breit kein Pilger zu sehen. Die Markierungen sind ausgezeichnet und kurz nach 13 Uhr bin ich in der Herberge Luz angekommen. Mittlerweile sind mehr Pilger als ich dachte unterwegs. Manfred aus Kärnten, einige aus Deutschland, ein Mann aus Brasilien und ein Pärchen aus Sevilla. Der Frühling hat hier schon Einzug gehalten. 

Ich bin etwas müde und morgen muss ich meine Füße noch gut vorbereiten 😊

Sie hat sich auch auf den Weg gemacht 😊
Sie hat sich auch auf den Weg gemacht 😊

3.Tag Da die ersten 16 km nur auf der Straße zu gehen sind, war ich froh über den Vorschlag von Manfred, diesen Abschnitt mit dem Taxi zu fahren, bis zum Eingang vom Park. Dann ein wunderschöner Weg, Natur pur, 13 km nach Almadén de la Plata. Es ist sehr heiß und meine Füße leiden schon ein wenig. 

Blick zurück wo wir gegangen sind
Blick zurück wo wir gegangen sind
Unser Ziel vor uns, Almadén de la Plata
Unser Ziel vor uns, Almadén de la Plata

4.Tag - Wunderschöne Wanderung durch den Naturpark Sierra Norte de Sevilla, vorbei an Bauernhöfe mit schwarzen Schweinen. Ziegen, Pferden und Schafen, zwischen Eichen und Blumenwiesen. Die private Pilger Herberge Casa Molina ist sehr schön und im El menson Cojera haben wir gut gegessen und werden am Abend noch einmal hingehen. 

6.Tag nach Fuente de Cantos  20km. Schöne Wanderung, nur leider erwies sich die Herbergsuche etwas schwierig, da es die öffentliche Herberge nicht mehr gab. Sind jetzt in Apartments Ruales, allerdings im Bereich der erst im April fertig werden soll untergebracht. Wir sind zufrieden 😊 Hab heute 70 dkg nicht benötigter Sachen nach Hause geschickt. 

69 dkg die ich nicht mehr tragen muss 😀
69 dkg die ich nicht mehr tragen muss 😀

7.Tag nach Zafra, 25,2 km bei wolkenlosen Himmel, 28 ° in der Sonne und ganz wenig Bäume welche uns einen Schatten gespendet hätten. In Zafra wieder die ausgewählte Herberge erst ab Juli geöffnet. Wohnen im Hostal Carmen. 

Start in Villafranca de los Barroso  7 Uhr
Start in Villafranca de los Barroso 7 Uhr

Die heutigen Etappe wäre nach Torremejia gegangen, aber wir sind nach 14 km Richtung Almandralejo, 4 km, gegangen. Es gab wieder ein ausgezeichnetes Mittagessen. Ich Pflege jetzt meine geplagte Zehe, hoffentlich ist morgen alles gut 😔

20.3.   Tag 12

Durch wunderschöne Landschaft, 20 km nach Alcuèscar.

Meine Zehen sind wieder so einigermaßen in Ordnung und das hab ich dem Thermalbad in Aljucen zu verdanken. Diese Stunde hat mir richtig gut getan. 

Gestern m Nachmittag kam in der Herberge Peter an, ein alter Bekannter aus Vöcklabruck. Morgen verläßt uns Ute, denn für mich sind 27 km zu viel, so gehe ich die nächsten Tage mit Manfred weiter. 

22.3. Von Aldea del Cano nach Càceres  14.Tag wunderschöne und einsame Landschaft und Càceres eine beeindruckende Stadt. Mittlerweile hab ich 251 km hinter mir 😊

Càceres
Càceres

25.3 Ich hab in der netten Albergue am Tajo Stausee übernachtet und heute 20 km nach Grimaldo gegangen. Bergauf und ab und ziemlich müde. 

Albergue Alcantara Stausee
Albergue Alcantara Stausee

27.3 Am gestrigen Tag konnten wir von Grimaldo nach Galisteo eine Route nehmen, welche bis 2016 gesperrt war. Wieder gab es eine Überraschung. Ganz knapp über uns kreisten riesige Vögel, ich denke sie haben uns beobachtet, ob wir uns noch bewegen 😀 Es waren sicher an die 50 Stück. Müde sind wir in Galisteo angekommen und haben dann noch einen Spaziergang auf der mittelalterlichen Stadtmauer, welche Galisteo umgibt, gemacht. Die heutige Etappe war leider nur auf der Straße, allerdings nur 10 km und so können wir uns jetzt ausruhen 😊

Geier oder Adler?
Geier oder Adler?
Stadtmauer Galisteo
Stadtmauer Galisteo

28.3 es ist mein 20. Tag auf dem Jakobsweg und die Landschaft bietet immer wieder neue Überraschungen 🌞 Sie gleicht einer Märchenwelt, unglaublich. Am Ende unserer Tour sind wir in Càparra, einer Ausgrabungsstätte aus 74 n. Chr. angekommen. 

Cañadas Reales  / sind Viehtriften~ Wege für Schafherden zum Wechsel von Sommer zur Winterweide, 14. Jhd.
Cañadas Reales / sind Viehtriften~ Wege für Schafherden zum Wechsel von Sommer zur Winterweide, 14. Jhd.
Càparra
Càparra

2.4. Dienstag, ich hab jetzt länger nicht geschrieben und fasse jetzt ein wenig zusammen. Es war heute der 24. Tag und ich bin richtig stolz auf mich, 28 km in 7 Std. 8 Min. In Baños de Montemayor hab ich einen Tag Pause gemacht und die Therme genossen. Die nächsten Tage gingen wir einmal 22 km nach Valverde de Valdelacasa, wir waren alleine in der Herberge und gestern gingen wir nach Fuenterroble und haben in der Kultherberge des Pfarrers Don Blas übernachtet. Heute haben wir einen Anstieg auf einen Berg vermieden, indem wir einen privaten Weg nach dem Navi gegangen sind. Der Eigentümer hat uns sehr freundlich begrüßt und uns eine gute Reise gewünscht. 

Start in Baño de Montemayor
Start in Baño de Montemayor
Kultherberge
Kultherberge
6:30 Frühstück
6:30 Frühstück
.. und dann gings los mit Stirnlampe
.. und dann gings los mit Stirnlampe
Mittagspause
Mittagspause
Kurz vor unserem Ziel, Foto von Manfred
Kurz vor unserem Ziel, Foto von Manfred

4.April Eigentlich wollte ich in Salamanca einen Tag bleiben, aber durch das kalte Wetter, hab ich meinen Plan geändert. Ich werde in einer wärmeren Zeit diese schöne Stadt besuchen. Vielleicht mache ich im nächsten Jahr auch einen Sprachkurs hier, hab mich schon ein wenig erkundigt. Bei den heutigen Temperaturen, - 2° half nur, schnell gehen 😀 nach 16 km haben eine wunderschöne neue Albergue gefunden. 

8.4.Heute bin ich den 30. Tag unterwegs und schlafe wiedereinmal in einer öffentlichen Herberge. Die gestrige private war unter jeder Kritik, bis auf den Schlafraum war alles sehr schmutzig. Vor 3 Tagen sind wir 31km nach Zamora gegangen, gestern dann nach Montamarta 19 km und heute nach Granja de Moreruela 22,5 km. Hier verabschieden wir uns vom Via de la Plata, welcher nach Astorga geht und gehen auf dem Mozarabischen Jakobsweg in Richtung Santiago weiter. Wir sind schon über 600 km gegangen 😊 und der Wetter Gott meint es gut mit uns, kalt aber kaum Regen. 

Zamora
Zamora
Unterwegs
Unterwegs

9.4. Ich bin voll Zuversicht im dunklen schon vor 7 Uhr gestartet, mit Regenbekleidung und es ging auch 3 Stunden gut. Die nächsten ca. 7 km ging ich bei strömenden Regen. 6 km vor Tábara hab ich mich in ein Taxi gesetzt 😊 zwei französische Pilger waren mir sehr dankbar und auf Manfred haben wir auch gewartet. 

Brücke über den Fluss Esla
Brücke über den Fluss Esla
Das letzte Bild 🌧️
Das letzte Bild 🌧️

Ich werde in Tábara einen Tag Pause machen, damit meine Schuhe trocknen und die Wettervorhersage ist ab Donnerstag gut. 

Dieses Bild zeigt meinen Weg nach Orense
Dieses Bild zeigt meinen Weg nach Orense

11. 4. Donnerstag. Die Pause war ein gute Entscheidung, die Schuhe sind trocken und der Himmel ist klar. Wir sind 28 km gegangen und kamen rechtzeitig in Cámarzana de Tera an, um noch ein wunderbares Essen zu bekommen. Wir sind 4,8 km weiter gegangen als  die Etappe beschrieben ist und es war gut so. 

Sonnenaufgang  2°
Sonnenaufgang 2°
Raureif 🌞
Raureif 🌞
Schnee auf den Montes de León im Hintergrund
Schnee auf den Montes de León im Hintergrund
😊 Kein Problem, diese Wolken holen uns nicht mehr ein.
😊 Kein Problem, diese Wolken holen uns nicht mehr ein.

12. 4. Wir sind wie immer um 7:30 gestartet und waren nach 2 km wieder am Camino. Die öffentliche Albergue in Ríonegro del Puente ist sehr schön, aber der absolute Höhepunkt ist das Restaurant gegenüber. Wir wussten es vorher nicht, aber der Koch ist weitum bekannt. Wir gehen am Abend nochmal hin😊

Entlang des Flusses zum Staudamm
Entlang des Flusses zum Staudamm
Stausee
Stausee
Albergue
Albergue
Restaurante
Restaurante
Hauptspeise
Hauptspeise
Nachspeise
Nachspeise

15.4. Regen am Morgen, so haben wir beschlossen den Weg nach der Straße zu gehen. Die Hospitalero hat das empfohlen 😊 Nach 1 Stunde kam ein heftiger Regen, aber wir hatten großes Glück. In diesen Betonrohren fanden wir Schutz. Über den Pass gingen wir durch den 435m langen Tunnel. 

Auf 1300m Höhe, wir waren froh über diese Möglichkeit
Auf 1300m Höhe, wir waren froh über diese Möglichkeit

18.4. Ich ging heute den 38. Tag und bis Santiago sind es nur mehr 142 km

In Lubian war die Albergue auch für mich grenzwertig, viele Pilger auf engsten Raum, die Schuhe nass.... Geruch......

Die nächste Etappe sind wir mit dem Bus nach Verin gefahren und dann 22 km nach Laza gegangen. Die Albergue auf der normalen Route hat so schlecht Kritik (Wanzen) da wollte ich auf keinen Fall hin.

In Laza und heute in Vilar de Barrio sind die öffentlichen Herbergen wieder top!


Aufstieg zum Pass
Aufstieg zum Pass

21. 4. Ostersonntag in Cea

Den Karsamstag haben wir in Ourense verbracht. Da der Weg wieder sehr viel auf Asphaltstraßen ging, sind wir am Stadtrand von Ourense in einen Bus gestiegen, 16 km haben gereicht 😊🚶‍♀️

Ourense hat nach Santiago die reichste und schönste Kathedrale Galiciens. Der Name der Stadt ist auf die Goldfunde am Ufer des Flusses Miño zurück zu führen.

Die heutige Etappe nach Cea war schön aber auch anstrengend. 

Kathedrale
Kathedrale
Sonntag Morgen
Sonntag Morgen
Ourense    Blick zurück nach steilen Anstieg
Ourense Blick zurück nach steilen Anstieg

23.4. Es war geplant nach Laxe zu gehen, aber nach 12 m und der zweiten Unterbrechung durch starken Regen, sind wir 3 km mit dem Taxi in ein  Hotel gefahren. Morgen haben wir 1,3 km mehr zu gehen, mal sehen wie es mit dem Regen aussieht. 

Morgenstimmung in Castro Dozón
Morgenstimmung in Castro Dozón
Vor dem ersten Regen
Vor dem ersten Regen
Da sah noch alle gut aus
Da sah noch alle gut aus
Wir waren im Hotel   😊  13 Uhr
Wir waren im Hotel 😊 13 Uhr
Auf diesen Bergen war am Morgen noch kein Schnee
Auf diesen Bergen war am Morgen noch kein Schnee

28.4. Jetzt bin ich schon in Richtung Finesterre unterwegs und muss von den letzten Tagen berichten. Am 26. 4. sind wir in Santiago angekommen und es war für mich nicht so emotional wie 2010 und 2013. Es lag ein wenig an meinem Bilgerbegleiter, aber es ist in Ordnung. In die Messe gehe ich wenn ich aus Finesterre zurück komme, für mich gehört dies einfach dazu.

Ich genieße jetzt die Zeit wo ich alleine gehen kann. Am ersten Tag war in Ponte Maceira ei Filmteam von den Philippinen vor Ort und sie fragten mich ob ich bereit wäre für ein Interview. 😊 Sie wollen den Camino in ihrem Land bekannt machen. So hab ich über meine Erlebnisse am Camino erzählt. 

Ein letztes Mal gegen den Regen rüsten.
Ein letztes Mal gegen den Regen rüsten.
Erster Blick auf die Kathedrale
Erster Blick auf die Kathedrale
Geschafft 🌞      Morgen gehe ich weiter nach Finesterre
Geschafft 🌞 Morgen gehe ich weiter nach Finesterre
Ponte Maceira über den Rio Tampere
Ponte Maceira über den Rio Tampere
Negreira
Negreira
Da tauchen sie auf aus dem Nebel am Morgen 😊
Da tauchen sie auf aus dem Nebel am Morgen 😊
Morgennebel über Negreira
Morgennebel über Negreira
Die Heuarbeiten sind schon im Gange
Die Heuarbeiten sind schon im Gange

29.4.  Nach dem Frühstück, welches heute besonders verrechnet wurde, alles extra, Butter, Streichkäse, Brot, aber na ja, ist eben so. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass der Herr nicht viel Freude hat mit den Pilgern 😀

Sehr schöne Wanderung, vor allem diesmal bei schönen Wetter und ohne Hast. Bis O'Logoso, 17 km, in eine nette private Alberque. 

Nebel über dem Tal
Nebel über dem Tal
Horreo / Cabazo   span. / galic.
Horreo / Cabazo span. / galic.
Blick zurück auf meinen Weg
Blick zurück auf meinen Weg

1. Mai 2019 🌞 Es war der 51. und letzte Tag meiner langen Reise.

Am Morgen in Cee hatte ich schon schlimmes befürchtet als ich den Himmel sah, aber es war alles gut. Bin schon vor 12 Uhr in Finesterre angekommen und danach gemütlich bis ans Ende der Welt gewandert. Mittlerweile ist es verboten Dinge zu verbrennen und so hab ich meine Gedanken auf einen kleinen Zettel geschrieben und diesen verbrand. Einen Stoffstreifen meiner kaputten Hose, hab ich an das Gitter gehängt😊

Ich bin dankbar dass ich diesen Via de la Plata gehen konnte. Obwohl ich ursprünglich alleine gehen wollte und ich nicht immer glücklich darüber war, dass sich ein Pilger mir angeschlossen hatte, war es am Ende in Ordnung 😊

Der Weg alleine nach Finesterre hat mir gut getan und ich weiß jetzt auch, dass meine Lebensweise (Single) für mich gut passt und ich bin sehr glücklich und zufrieden 🌞🌞🌞

1. Mai kurz vor 8 Uhr in Corcubión
1. Mai kurz vor 8 Uhr in Corcubión
Ein erster Blick auf Finesterre
Ein erster Blick auf Finesterre
Kilometerstein 00,00
Kilometerstein 00,00
1000 km bin ich gegangenen 🌞
1000 km bin ich gegangenen 🌞
Adiós und danke all jenen die mich mit ihren guten Gedanken begleitet haben 🌞
Adiós und danke all jenen die mich mit ihren guten Gedanken begleitet haben 🌞
Sonnenuntergang in Finesterre 1.5. 2019
Sonnenuntergang in Finesterre 1.5. 2019